Jahreskonzept 2014 ComUnitySpirit- Religionen und Kulturen im Dialog

Das Pro­jekt „ComU­ni­tySpir­it- Reli­gio­nen und Kul­turen im Dia­log“ nutzt die Impulse der Inter­re­ligiösen Kon­ferenz um weit­ere Auf­bauar­beit im Bere­ich des Interreligiösen/Interkulturellen Dialogs zu leis­ten. Dia­log ist ein Beziehungs­geschehen und erfordert Sta­bil­ität und Kon­ti­nu­ität. Um den interreligiösen/interkulturellen Dia­log öffentlich frucht­brin­gend zu machen, gibt das Pro­jekt „ComU­ni­tySpir­it- Reli­gio­nen und Kul­turen im Dia­log“ Infor­ma­tion und Begeg­nung eine inno­v­a­tive und gle­ichzeit­ig nach­haltige Struk­tur. Das Pro­jekt selb­st entspricht der Hand­lungsempfehlung der Kon­ferenz nach Ein­rich­tung ein­er koor­dinieren­den Stelle, welche sich um die Förderung des interreligiösen/interkulturellen Dialogs bemüht um so einen wichti­gen Beitrag zur Stärkung des sol­i­darischen Miteinan­ders und für einen offe­nen und kri­tik­fähi­gen Umgang miteinan­der zu leis­ten. Über ComU­ni­tySpir­it und seine Pro­jek­tak­tiv­itäten wird der inter­re­ligiöse Dia­log zwis­chen allen Stake­hold­ern struk­turell ver­ankert und die Öffentlichkeit erhält ein klares und ser­iös­es Bild über die Sit­u­a­tion und Anliegen der Reli­gion­s­ge­mein­schaften sowie über „Good Prac­tices“ des inter­re­ligiösen Dialogs.

Das Pro­jekt ist auf zwei Schienen konzip­iert. Die Schiene der Dialog­foren wie die Plat­tform für den Interreligiösen/Interkulturellen Dia­log, die Ein­rich­tung ein­er Geschäftsstelle für den inter­re­ligiösen Beirat, die Run­den Tis­che, die Koop­er­a­tio­nen mit Dialogini­tia­tiv­en sowie die Teil­nahme an Dialog­foren, Aus­tauschtr­e­f­fen, Kon­feren­zen und Weit­er­bil­dungsver­anstal­tun­gen dient der nach­halti­gen Förderung der pos­i­tiv­en und kon­struk­tiv­en Beziehun­gen zwis­chen den Reli­gio­nen und Kul­turen, der Förderung der gegen­seit­i­gen Ver­ständi­gung, dem Auf­bau von Ver­trauen, Respekt und Ver­ste­hen sowie dem Abbau von Unken­nt­nis­sen, Vorurteilen und Äng­sten und damit dem friedlichen Zusam­men­leben der Reli­gio­nen und Kul­turen in Graz. Der inter­re­ligiöse Dia­log wird hier­bei nicht beliebig sein, son­dern kri­tisch inter­re­ligiöse Her­aus­forderun­gen im gesellschaftlichen Kon­text behan­deln. Denn die glob­alen Zukun­fts­fra­gen der Men­schheit wie Men­schen­rechte, Friede und Gerechtigkeit, Werte-Ori­en­tierung und sol­i­darisches Zusam­men­leben sowie und Bil­dung und Zukun­ftsper­spek­tiv­en kön­nen nur im Dia­log und in Zusam­me­nar­beit aller, religiös­er wie nicht-religiös­er Kräfte bear­beit­et wer­den.

Die zweite Schiene inner­halb des Pro­jek­ts befasst sich über inter­re­ligiöse und interkul­turelle Ver­anstal­tun­gen mit dem gemein­samen Beitrag der Stadt und der Reli­gion­s­ge­mein­schaften zum friedlichen Zusam­men­leben der Reli­gio­nen und Kul­turen und bindet das inter­re­ligiöse Net­zw­erk, welch­es der Kon­ferenz aufge­baut wurde, über Part­ner­schaften und Koop­er­a­tio­nen aktiv ein. Der Dia­log und seine konkreten Pro­jek­te, welche von kom­mu­nalem Inter­esse sind, da sie die Zivilge­sellschaft bere­ich­ern, wer­den öffentlich und in wech­sel­seit­igem Respekt geführt und umge­set­zt. Die Bil­dung über Reli­gio­nen und Kul­turen im öffentlichen Raum über Infor­ma­tion­saus­tausch, Begeg­nung, Zusam­me­nar­beit an konkreten Pro­jek­tak­tiv­itäten sowie Reflex­ion und Sicherung der hier­bei gemacht­en Erfahrun­gen trägt nach­haltig zum sozialen Frieden bei. Inter­re­ligiöse und interkultuelle Pro­jek­tar­beit bietet die Chance, einan­der respek­tvoll zu begeg­nen und voneinan­der zu ler­nen. In der konkreten Pro­jek­tar­beit set­zen wir Kon­feren­z­ergeb­nisse und Hand­lungsempfehlun­gen der Kon­ferenz für Graz um. Die konzip­ierten Aktiv­itäten und Ver­anstal­tun­gen sind vielfältig und reichen von Ver­anstal­tungss­chienen für ver­schiedene Ziel­grup­pen, von inter­essierten Graz­er Bürg­erin­nen und Bürg­ern, über Studierende bis zu Exper­tin­nen und Experten und Reli­gionsvertreterin­nen und -vertretern bis zur Sicht­bar­ma­chung der religiösen und kul­turellen Vielfalt inner­halb der Stadt. Dabei geht es immer darum, Gemein­samkeit­en zu stärken, Unter­schiede zu ken­nen, gegen­seit­ige Bilder zu hin­ter­fra­gen und zu erweit­ern, neue Sichtweisen zu erschließen, inter­re­ligiös­es Tak­t­ge­fühl zu entwick­eln und einan­der trotz aller Unter­schiede zu respek­tieren.