Wie bee­in­flussen Fluchter­fahrun­gen den Glauben?
Was passiert mit dem Glauben, wenn das eigene Leben in Gefahr ist und die Welt aus den Bah­nen gerät?

Wann: Fre­itag, 10. Juni 2016, 19:00-22:00
Wo: Afro-Asiatisches Insti­tut, Leech­gasse 22-24, 8010 Graz

Hier geht’s zur Foto­gal­lerie der Ver­anstal­tung!

Das Afro-Asiatische Insti­tut lädt in der lan­gen Nacht der Reli­gio­nen sehr her­zlich zu einer inter­re­ligiösen Begeg­nung in unser ori­en­tal­is­ches Café ein. Unsere Gast­ge­berIn­nen, Ange­hörige ver­schiedener Reli­gion­s­ge­mein­schaften aus den Gemein­den der Ale­viten, Bahá’í, Bud­dhis­ten, Juden, Kopten, Katho­liken und Mus­lime teilen in Tis­chge­sprächen per­sön­liche Geschichten über Fluchter­fahrun­gen inner­halb der eige­nen Fam­i­lie und des gesellschaftlichen Kollek­tivs mit Ihnen. Anhand per­sön­licher Gegen­stände, die für sie selbst und ihre Fam­i­lien dabei eine wichtige Rolle spie­len, wer­den Glaubenswege nachgeze­ich­net. Gle­ichzeitig laden Musik­erIn­nen unter­schiedlicher Stil­rich­tun­gen live und unplugged auf den StAAIrs zum Zuhören und Ver­weilen ein.

Eine Ver­anstal­tung des AAI Graz im Rah­men der Lan­gen Nacht der Kirchen in Koop­er­a­tion mit Vir­ginia Argarate.
Ein­tritt frei und jed­erzeit möglich. Her­zlich willkom­men!

Treten wir ein für den Frieden!

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“What we saved from the fire”
Wie bee­in­flussen Fluchter­fahrun­gen den Glauben?
Was passiert mit dem Glauben, wenn das eigene Leben in Gefahr ist und die Welt aus den Bah­nen gerät?

 1. „Der Weg zur noch unge­wohn­ten Frei­heit“

Fadime Jam­nigg und Mehmet Ali Demir von der Alevi­tis­chen Kul­turge­meinde Graz erzählen vom  müh­samen All­tag der Ale­viten als Min­der­heit­en­re­li­gion in der Türkei – und auch vom Ankom­men in Europa zwis­chen Assim­i­lierung und Eigen­ständigkeit. Der Weg, sich zum eigen­ständi­gen Glauben zu beken­nen ist ein Weg der kleinen Schritte.

Fadime Jam­nigg und Mehmet Ali Demir, Ale­viten (Deutsch, Türkisch)


 2. „Die Erde ist nur eine Heimat“ – “The earth is but one coun­try”

Iman Monadjem-Zahrai wurde im Oman geboren und wuchs im Libanon auf. Dort wurde ihr Vater ent­führt und blieb ver­schollen. Später zog die Fam­i­lie nach Kanada. Iman ist in Graz ver­heiratet, Mut­ter zweier erwach­sener Töchter und in der Bahá’í-Gemeinde behei­matet. Als Innenar­chitek­tin und Mod­edesignerin arbeitet sie heute als Inte­gra­tionsas­sis­tentin für arabisch-sprachige Kinder in Grazer Kindergärten.

Iman Monadjem-Zahrai, Bahá’í (Deutsch, Englisch, Per­sisch)

 

 3. Save Tibet – Com­mit­ted to human rights

Tseten Zöch­bauer, 1958 in Lhasa (Tibet) geboren, kam 1961 mit ihrer Mut­ter als Flüchtling nach Indien und später in die Schweiz. Als Präsi­dentin der „Tibeter Gemein­schaft Öster­re­ich“, und des Vere­ins „Save Tibet Aus­tria“ betreut sie heute etwa 400 hier lebende Exil-Tibeter und engagiert sich für die Ver­mit­tlung von Paten­schaften für mehr als 300 tibetis­che Kinder.

Tseten Zöch­bauer, Bud­dhis­mus (Deutsch)

 

4. Chris­t­ian all the way – An Ecu­meni­cal life style

Born part of the Cop­tic Ortho­dox Chris­tians in Egypt, Ner­meen Gir­gis has been Cop­tic all her life. Mar­ried to a Syr­ian Ortho­dox and hav­ing lived in Graz for one year, In addi­tion to her Cop­tic Ortho­dox Church litur­gies, she is also par­tic­i­pat­ing in dif­fer­ent Church denom­i­na­tions prayers in Aus­tria.

Ner­meen, Cop­tic Ortho­dox Church (Eng­lish, Ara­bic)


 5. What we saved from the fire

Mohamad Aldiri ist Zah­narzt und seit 18 Monaten in Öster­re­ich. In Syrien musste er vier Jahre lang den Krieg erleben. Die Entschei­dung zur Flucht fiel ihm nicht leicht, da er alles ver­lassen musste, was ihm lieb war und in eine ungewisse Zukunft auf­brach. “Mit einem Schlag, auf ein­mal ist alles anders. Ein Moment kann alles ändern.”
Mohamad Aldiri, Islam (Deutsch, Ara­bisch)

 

 6. Syr­ian civil soci­ety val­ued dif­fer­ent reli­gions and eth­nic­i­ties

Hazem Hadid is an Arab Mus­lim Sunni who grew up in Syria in a town that con­tains Mus­lim Sunni and Ortho­dox Chris­t­ian cit­i­zens. Inter­faith dia­logue and peace­ful coex­is­tence used to be com­mon prac­tice before the war.

Hazem is an elec­tri­cal engi­neer and due to the war in Syria had to flee the coun­try for the past 5 years and has lived in dif­fer­ent coun­tries where he did his first mas­ter and worked until he finally set­tled in Graz- Aus­tria as a stu­dent in Graz Unver­sity for Applied Sci­ences liv­ing in the Afro-Asian Insti­tute.

Hazem Hadid, Islam (Eng­lish, Ara­bic)

 

7. „Der Kid­dusch Becher“

Beim Ein­marsch der Deutschen in Polen in 1939, floh Karen Engels Groß­vater von Danzig über Öster­re­ich, Ital­ien und Tune­sien in die USA als einer der let­zten jüdis­chen Flüchtlin­gen, die  1941 dort noch aufgenom­men wur­den.  Der säku­lare Jude kon­nte tat­säch­lich wenig ret­ten, aber was er mitgenom­men hat, prägt unser Leben noch heute in der drit­ten Gen­er­a­tion.

Karen Engel, Juden­tum (Deutsch, Englisch)

 

8. „Ein Kof­fer voller Erin­nerun­gen“

Fam­i­lie Neu­mann wurde 1938/1939 wegen ihrer religiös-kulturellen Herkunft ver­folgt und ver­sprengt. Jene Fam­i­lien­mit­glieder, denen es noch gelang der Ver­fol­gung zu entkom­men, emi­gri­erten in unter­schiedliche Län­der.

Kathrin Ruth Laupert-Scholz und ihr Vater Anthony Scholz  als Mit­glieder der jüdis­chen Gemeinde Graz erin­nern mit­tels eines kleinen Kof­fers an das ver­lorene Fam­i­lien­leben. Der Kof­fer der Erin­nerung als Zeug­nis von Ver­fol­gung, Flucht und Wieder­se­hen; eine famil­iäre Ver­fol­gungs­geschichte im Nation­al­sozial­is­mus.

Kathrin Ruth Laupert-Scholz und  Anthony Scholz, Juden­tum (Deutsch, Englisch)

 

9. „Vom Islam zum Chris­ten­tum“

Anna Maria Jalal­i­far kommt aus dem Iran und ist die einzige The­olo­gin aus Per­sien im deutschsprachi­gen Raum. Sie musste aus dem Iran flüchten und kon­vertierte in Öster­re­ich vom Islam zum Chris­ten­tum. In ihrer Heimatp­farre in Graz ist sie ver­ant­wortlich für die Kat­e­ch­ese und steier­mark­weit für die Seel­sorge für per­sis­che und afghanis­che Tauf­be­wer­ber.

Anna Maria Jalal­i­far, Römisch-Katholische Kirche (Deutsch, Per­sisch)

 

 

The Music we saved from the fire…live on stage

  • Juan Car­los Sun­gurlian (Uruguai)  mit Akbar Qur­bani und Mojtaba Qur­bani (Aghanistan) Gitarre und Gesang

Juan Car­los Sun­gurlian

 

  • Enda Mer­mer (Azer­bei­d­jan)- Gesang
Enda Mermer

Enda Mer­mer

  • Hüseyin Şimşek (Türkei)- Saz und Gesang
Hüseyin Şimşek

Hüseyin Şimşek (Foto: Far­bik)